#2061

SANIERUNG HAUS SCHAEFFER, RIEHEN

Das 1928 von Paul Artaria und Hans Schmidt erbaute Einfamilienhaus in Riehen gilt weit über die Landesgrenzen hinaus als herausragendes Beispiel der Schweizer Moderne. Heute steht es unter Denkmalschutz des Kantons Basel-Stadt – ein Zeugnis einer Epoche, deren Klarheit und Reduktion noch immer faszinieren.

Bei der Sanierung stand der Respekt vor dieser historischen Bedeutung im Vordergrund. Jedes Detail wurde mit Sorgfalt und Akribie behandelt: Alte Ölfarben auf Holzwerken wurden behutsam aufgefrischt, Linoleumböden gereinigt und genährt, der Fassadenkalkputz nach historischer Rezeptur partiell neu aufgetragen. Auch die Bäder wurden funktional auf den heutigen Standard gebracht, blieben aber in ihrer Gestaltung dem Minimalismus der Moderne treu. So wurde das Haus in seiner ursprünglichen, zurückhaltend-eleganten Form bewahrt – gleichzeitig aber für das heutige Leben komfortabel gemacht.

 

Besonderes Augenmerk lag auf den charakteristischen nordseitigen Bandfenstern aus Stahl. Diese wurden vollständig aus der eingemauerten Lage ausgebaut, Roststellen entfernt, neue Stahlpartien eingeschweisst, sorgfältig verschliffen und abschließend feuerverzinkt, lackiert und wieder neu eingemauert. Der ursprüngliche Charakter der Fenster blieb erhalten, die Substanz wurde behutsam gesichert – ein Balanceakt zwischen Restaurierung und Modernisierung.

 

Auch die technischen Anlagen wurden behutsam erneuert. Die alte Gasheizung, selbst eine spätere Ablösung der ursprünglichen Kohlenheizung, wurde durch eine hochleistungsfähige Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Sie ist speziell auf die hohen Vorlauftemperaturen des historischen Heizsystems ausgelegt, sodass die Substanz der Schwergewichtsheizung weiterhin genutzt werden kann. Ergänzt wird das System durch Photovoltaik auf dem Flachdach, das nun als kleines Kraftwerk für das Haus dient.

So verbindet das Haus die Eleganz und Strenge der Schweizer Moderne mit nachhaltigen Technologien und zeitgemässem Wohnkomfort. Jede Sanierungsmassnahme respektiert die historische Substanz, ergänzt sie jedoch sinnvoll für das heutige Leben – ein harmonisches Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, das in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege Basel-Stadt umgesetzt werden konnte.

    #2061

    SANIERUNG HAUS SCHAEFFER, RIEHEN

    Das 1928 von Paul Artaria und Hans Schmidt erbaute Einfamilienhaus in Riehen gilt weit über die Landesgrenzen hinaus als herausragendes Beispiel der Schweizer Moderne. Heute steht es unter Denkmalschutz des Kantons Basel-Stadt – ein Zeugnis einer Epoche, deren Klarheit und Reduktion noch immer faszinieren.

    Bei der Sanierung stand der Respekt vor dieser historischen Bedeutung im Vordergrund. Jedes Detail wurde mit Sorgfalt und Akribie behandelt: Alte Ölfarben auf Holzwerken wurden behutsam aufgefrischt, Linoleumböden gereinigt und genährt, der Fassadenkalkputz nach historischer Rezeptur partiell neu aufgetragen. Auch die Bäder wurden funktional auf den heutigen Standard gebracht, blieben aber in ihrer Gestaltung dem Minimalismus der Moderne treu. So wurde das Haus in seiner ursprünglichen, zurückhaltend-eleganten Form bewahrt – gleichzeitig aber für das heutige Leben komfortabel gemacht.

     

    Besonderes Augenmerk lag auf den charakteristischen nordseitigen Bandfenstern aus Stahl. Diese wurden vollständig aus der eingemauerten Lage ausgebaut, Roststellen entfernt, neue Stahlpartien eingeschweisst, sorgfältig verschliffen und abschließend feuerverzinkt, lackiert und wieder neu eingemauert. Der ursprüngliche Charakter der Fenster blieb erhalten, die Substanz wurde behutsam gesichert – ein Balanceakt zwischen Restaurierung und Modernisierung.

     

    Auch die technischen Anlagen wurden behutsam erneuert. Die alte Gasheizung, selbst eine spätere Ablösung der ursprünglichen Kohlenheizung, wurde durch eine hochleistungsfähige Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Sie ist speziell auf die hohen Vorlauftemperaturen des historischen Heizsystems ausgelegt, sodass die Substanz der Schwergewichtsheizung weiterhin genutzt werden kann. Ergänzt wird das System durch Photovoltaik auf dem Flachdach, das nun als kleines Kraftwerk für das Haus dient.

    So verbindet das Haus die Eleganz und Strenge der Schweizer Moderne mit nachhaltigen Technologien und zeitgemässem Wohnkomfort. Jede Sanierungsmassnahme respektiert die historische Substanz, ergänzt sie jedoch sinnvoll für das heutige Leben – ein harmonisches Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, das in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege Basel-Stadt umgesetzt werden konnte.