#2038
PROJEKTIERUNG NEUBAU EFH, WALLBACH
Das Grundstück am westlichen Rand von Wallbach bietet eine interessante kontextuelle Herausforderung. Eingebettet in eine der dichten Wohngegenden des Ortes, weist die nahezu dreieckige Parzelle klare Fluchten durch die angrenzenden Strassen Hohle Gasse, Finstergässli und Waldheimweg auf, wobei sie in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft eine Vielzahl unterschiedlichster Bebauungsformen widerspiegelt.
Besonders auffällig ist die Nähe zur Wallbacher Schule, einem grossformatigen Bau mit Sportanlagen, der in nordwestlicher Richtung als markante städtebauliche Struktur in Erscheinung tritt. Die dichte Vegetation
auf dem Grundstück schafft nicht nur eine visuelle und akustische Trennung zur Schule, sondern gibt der Architektur zugleich die Möglichkeit, sich als ruhiger, privater Rückzugsort zu positionieren.
Im Süden und Nordosten wird das Grundstück von kleinteiliger, überwiegend durch Einfamilienhäuser und grosszügige Grünflächen geprägter Bebauung eingerahmt. Diese Wohnstruktur ist von einer unaufdringlichen Harmonie geprägt, die sich durch die natürliche Einbettung in die Landschaft auszeichnet.
Das Grundstück selbst wirkt wie ein Passstück, das dieses eher beschauliche Wohngebiet nahtlos in die umgebende Landschaft integriert. In diesem Kontext ergibt sich eine prägende Herausforderung für die Architektur: Das Projekt als Scharnier muss einerseits die bestehende Bebauung respektieren, andererseits aber auch einen selbstbewussten Akzent setzen.
Die dreieckige Form des Grundstücks wird im Entwurf in vollem Masse ausgeschöpft, um ein Gebäude zu schaffen, das sowohl die Geometrie der Parzelle als auch die umgebende Topografie reflektiert. Die
spitzwinklig aufeinander zulaufenden Fluchten sind prägend für die äussere Gestalt des Baukörpers und finden ihre Entsprechung in der inneren Organisation des Hauses. Das Resultat ist ein faszinierendes Spiel von Perspektiven, das den Besucher von Raum zu Raum führt und die Eigenheiten der Grundstücksform im Inneren spürbar macht. Die Architektur schafft es dabei, das Verhältnis zwischen Offenheit und Intimität
spannungsvoll zu balancieren.
Zentrale Gestaltungsprinzipien des Entwurfs sind präzise gesetzte Öffnungen, die das Gebäude einerseits grosszügig mit Tageslicht versorgen, andererseits aber auch eine hohe Privatheit und Sicherheit gewährleisten. Diese duale Aufgabe wird durch die Form des Hauses auf elegante Weise gelöst, das durch seine Dynamik gleichzeitig Offenheit zur Landschaft und Schutz vor Blicken schafft. Die von der Parzellenform vorgegebenen Fluchten wirken dabei nicht nur als geometrische Richtlinien, sondern auch als stilistische Elemente, die die Gestaltung des gesamten Volumens bestimmen.
Die innere Organisation des Gebäudes folgt einer Enfilade, einer klaren, aufeinander aufbauenden Abfolge von Räumen, die sich von der Eingangshalle über ein Atrium bis hin zum Wohnzimmer entfaltet. Dieser Verlauf führt in das Obergeschoss, wo die Struktur spiralförmig nach oben zum intimeren Bereich des Hauses, dem Schlafzimmer, übergeht. Hier steigert sich nicht nur das Mass an Privatheit, sondern auch die Verbindung zur Natur, wenn sich der Raum zur Dachterrasse öffnet und dem Bewohner einen ungestörten Ausblick auf die Umgebung bietet.
Der skulpturale Charakter des Volumens wird durch den Einsatz eines Dickbett-Putzes weiter betont, der nicht nur eine ästhetische Wirkung erzielt, sondern auch funktionale Vorteile in Bezug auf das Mikroklima und die Nachhaltigkeit des Gebäudes bietet. Der robuste, gleichzeitig aber auch feinsinnig gestaltete Putz schafft eine Oberfläche, die das Licht auf interessante Weise bricht und dem Gebäude eine subtile Textur verleiht.
Zusammengefasst gelingt es diesem Entwurf, die anspruchsvolle Geometrie des Grundstücks in einen organischen Zusammenhang mit der umgebenden Landschaft und der Nachbarschaft zu bringen. Die Architektur ist nicht nur ein funktionaler Raum, sondern auch ein skulpturales Statement, das die Grenze zwischen privat und öffentlich, offen und geschlossen auf intelligente Weise hinterfragt. Es ist ein gelungenes Beispiel für Architektur, die nicht nur auf den Kontext reagiert, sondern diesen durch kreative, wohlüberlegte Lösungen weiterentwickelt und bereichert.
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#2038
PROJEKTIERUNG NEUBAU EFH, WALLBACH
Das Grundstück am westlichen Rand von Wallbach bietet eine interessante kontextuelle Herausforderung. Eingebettet in eine der dichten Wohngegenden des Ortes, weist die nahezu dreieckige Parzelle klare Fluchten durch die angrenzenden Strassen Hohle Gasse, Finstergässli und Waldheimweg auf, wobei sie in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft eine Vielzahl unterschiedlichster Bebauungsformen widerspiegelt.
Besonders auffällig ist die Nähe zur Wallbacher Schule, einem grossformatigen Bau mit Sportanlagen, der in nordwestlicher Richtung als markante städtebauliche Struktur in Erscheinung tritt. Die dichte Vegetation
auf dem Grundstück schafft nicht nur eine visuelle und akustische Trennung zur Schule, sondern gibt der Architektur zugleich die Möglichkeit, sich als ruhiger, privater Rückzugsort zu positionieren.
Im Süden und Nordosten wird das Grundstück von kleinteiliger, überwiegend durch Einfamilienhäuser und grosszügige Grünflächen geprägter Bebauung eingerahmt. Diese Wohnstruktur ist von einer unaufdringlichen Harmonie geprägt, die sich durch die natürliche Einbettung in die Landschaft auszeichnet.
Das Grundstück selbst wirkt wie ein Passstück, das dieses eher beschauliche Wohngebiet nahtlos in die umgebende Landschaft integriert. In diesem Kontext ergibt sich eine prägende Herausforderung für die Architektur: Das Projekt als Scharnier muss einerseits die bestehende Bebauung respektieren, andererseits aber auch einen selbstbewussten Akzent setzen.
Die dreieckige Form des Grundstücks wird im Entwurf in vollem Masse ausgeschöpft, um ein Gebäude zu schaffen, das sowohl die Geometrie der Parzelle als auch die umgebende Topografie reflektiert. Die
spitzwinklig aufeinander zulaufenden Fluchten sind prägend für die äussere Gestalt des Baukörpers und finden ihre Entsprechung in der inneren Organisation des Hauses. Das Resultat ist ein faszinierendes Spiel von Perspektiven, das den Besucher von Raum zu Raum führt und die Eigenheiten der Grundstücksform im Inneren spürbar macht. Die Architektur schafft es dabei, das Verhältnis zwischen Offenheit und Intimität
spannungsvoll zu balancieren.
Zentrale Gestaltungsprinzipien des Entwurfs sind präzise gesetzte Öffnungen, die das Gebäude einerseits grosszügig mit Tageslicht versorgen, andererseits aber auch eine hohe Privatheit und Sicherheit gewährleisten. Diese duale Aufgabe wird durch die Form des Hauses auf elegante Weise gelöst, das durch seine Dynamik gleichzeitig Offenheit zur Landschaft und Schutz vor Blicken schafft. Die von der Parzellenform vorgegebenen Fluchten wirken dabei nicht nur als geometrische Richtlinien, sondern auch als stilistische Elemente, die die Gestaltung des gesamten Volumens bestimmen.
Die innere Organisation des Gebäudes folgt einer Enfilade, einer klaren, aufeinander aufbauenden Abfolge von Räumen, die sich von der Eingangshalle über ein Atrium bis hin zum Wohnzimmer entfaltet. Dieser Verlauf führt in das Obergeschoss, wo die Struktur spiralförmig nach oben zum intimeren Bereich des Hauses, dem Schlafzimmer, übergeht. Hier steigert sich nicht nur das Mass an Privatheit, sondern auch die Verbindung zur Natur, wenn sich der Raum zur Dachterrasse öffnet und dem Bewohner einen ungestörten Ausblick auf die Umgebung bietet.
Der skulpturale Charakter des Volumens wird durch den Einsatz eines Dickbett-Putzes weiter betont, der nicht nur eine ästhetische Wirkung erzielt, sondern auch funktionale Vorteile in Bezug auf das Mikroklima und die Nachhaltigkeit des Gebäudes bietet. Der robuste, gleichzeitig aber auch feinsinnig gestaltete Putz schafft eine Oberfläche, die das Licht auf interessante Weise bricht und dem Gebäude eine subtile Textur verleiht.
Zusammengefasst gelingt es diesem Entwurf, die anspruchsvolle Geometrie des Grundstücks in einen organischen Zusammenhang mit der umgebenden Landschaft und der Nachbarschaft zu bringen. Die Architektur ist nicht nur ein funktionaler Raum, sondern auch ein skulpturales Statement, das die Grenze zwischen privat und öffentlich, offen und geschlossen auf intelligente Weise hinterfragt. Es ist ein gelungenes Beispiel für Architektur, die nicht nur auf den Kontext reagiert, sondern diesen durch kreative, wohlüberlegte Lösungen weiterentwickelt und bereichert.
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