#2066

DACHAUSBAU SCHÖNENBUCH

Das Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren verfügte lange über ein ungenutztes Dach: unisoliert, kalt und lediglich als Estrich genutzt. Mit dem Umbau wurde dieser bisher vernachlässigte Raum in einen eigenständigen Wohnbereich transformiert, der sowohl architektonisch als auch funktional eine neue Dimension eröffnet. Das Dach wurde zu einem selbstbewussten, klar geformten Baukörper mit eigener Formensprache, dessen Volumen präzise proportioniert ist und das Gebäude nach oben hin elegant akzentuiert.

Die Stirnseiten des Dachs sind durch diamantförmige Firstfenster geprägt, die nicht nur Tageslicht grosszügig einlassen, sondern gleichzeitig die skulpturale Wirkung der Dachform betonen. Ein nordseitiges Fensterband sorgt zusätzlich für gleichmässige Belichtung und lässt den neuen Dachraum tagsüber in einem sanften, diffusen Licht erstrahlen. Das Zusammenspiel von Fenstern und Dachlinien schafft eine feine Balance zwischen Transparenz, Ausblick und Geborgenheit – die Bewohner erleben den Raum als offen, hell und gleichzeitig intim.

 

Das Innenleben überzeugt durch warmes Holz, das den neuen Wohnbereich zu einem behaglichen Ort macht. Die hochwertige Materialisierung – sichtbare Holzbalken, Holzverkleidungen und sorgfältig ausgewählte Einbauten – verleiht dem Raum Tiefe und Charakter. Die Kombination aus natürlicher Haptik, Lichtführung und durchdachter Raumproportion vermittelt eine subtile, aber klare architektonische Qualität, die weit über die reine Funktion hinausgeht.

Technisch und gestalterisch wurde das Dach modernisiert, ohne dass seine Eleganz leidet: Hochwertige Dämmung, eine Stehfalz-Dacheindeckung in Anthrazit und eine integrierte Photovoltaikanlage fügen sich nahtlos in die Formensprache ein. Selbst die eingelegte Regenrinne ist sorgfältig integriert, sodass die klare Linienführung nicht unterbrochen wird.

 

Besonders bemerkenswert ist die logistische Leistung: Das Haus blieb während der Umbauarbeiten bewohnt. Trotz dieser Herausforderung konnten Bauleitung, Unternehmer und Bewohner den Umbau erfolgreich koordinieren. Das Ergebnis ist ein Dachraum, der nicht nur neuen Wohnraum schafft, sondern die gesamte Immobilie in ihrer architektonischen Qualität erheblich aufwertet. Hier verschmelzen Funktion, Ästhetik und Materialität zu einem harmonischen, selbstbewussten Gesamtkonzept.

    #2066

    DACHAUSBAU SCHÖNENBUCH

    Das Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren verfügte lange über ein ungenutztes Dach: unisoliert, kalt und lediglich als Estrich genutzt. Mit dem Umbau wurde dieser bisher vernachlässigte Raum in einen eigenständigen Wohnbereich transformiert, der sowohl architektonisch als auch funktional eine neue Dimension eröffnet. Das Dach wurde zu einem selbstbewussten, klar geformten Baukörper mit eigener Formensprache, dessen Volumen präzise proportioniert ist und das Gebäude nach oben hin elegant akzentuiert.

    Die Stirnseiten des Dachs sind durch diamantförmige Firstfenster geprägt, die nicht nur Tageslicht grosszügig einlassen, sondern gleichzeitig die skulpturale Wirkung der Dachform betonen. Ein nordseitiges Fensterband sorgt zusätzlich für gleichmässige Belichtung und lässt den neuen Dachraum tagsüber in einem sanften, diffusen Licht erstrahlen. Das Zusammenspiel von Fenstern und Dachlinien schafft eine feine Balance zwischen Transparenz, Ausblick und Geborgenheit – die Bewohner erleben den Raum als offen, hell und gleichzeitig intim.

     

    Das Innenleben überzeugt durch warmes Holz, das den neuen Wohnbereich zu einem behaglichen Ort macht. Die hochwertige Materialisierung – sichtbare Holzbalken, Holzverkleidungen und sorgfältig ausgewählte Einbauten – verleiht dem Raum Tiefe und Charakter. Die Kombination aus natürlicher Haptik, Lichtführung und durchdachter Raumproportion vermittelt eine subtile, aber klare architektonische Qualität, die weit über die reine Funktion hinausgeht.

    Technisch und gestalterisch wurde das Dach modernisiert, ohne dass seine Eleganz leidet: Hochwertige Dämmung, eine Stehfalz-Dacheindeckung in Anthrazit und eine integrierte Photovoltaikanlage fügen sich nahtlos in die Formensprache ein. Selbst die eingelegte Regenrinne ist sorgfältig integriert, sodass die klare Linienführung nicht unterbrochen wird.

     

    Besonders bemerkenswert ist die logistische Leistung: Das Haus blieb während der Umbauarbeiten bewohnt. Trotz dieser Herausforderung konnten Bauleitung, Unternehmer und Bewohner den Umbau erfolgreich koordinieren. Das Ergebnis ist ein Dachraum, der nicht nur neuen Wohnraum schafft, sondern die gesamte Immobilie in ihrer architektonischen Qualität erheblich aufwertet. Hier verschmelzen Funktion, Ästhetik und Materialität zu einem harmonischen, selbstbewussten Gesamtkonzept.